Eine Zeitreise in die Walbecker Schulwelt

Vor 142 Jahren nahm alles seinen Anfang. Da schrieb Lehrer Anton van de Locht am 22. September 1872 den ersten Eintrag in die Schulchronik der Gemeinde Walbeck. Aus freien Stücken geschah dies indes nicht, vielmehr wurden die Schulen aufgrund eines „Ministerial Rescript“ verpflichtet, eine Schul-Chronik zu führen. Daran hat sich bis heute nichts geändert, und so hatten sich auch in der St.-Luzia- Schule Walbeck eine Reihe von Chronikbüchern angesammelt, die allerdings mehr oder weniger ein Schattendasein führten. Bis vor zwei Jahren Walter Dyckx, Walbecks rühriger Heimatforscher mit Wahlheimat in Brühl, beim Schulleiter Christian Pentzek vorstellig wurde mit der Bitte, aus dem vorhandenen Material eine Schulchronik erstellen zu dürfen. Viel Überzeugungsarbeit brauchte Walter Dyckx nicht leisten, Walbecks Schulleiter war von diesem Vorhaben direkt begeistert und stellte die Chroniken nur zu gerne zur Verfügung. 

Für den Walbecker Heimatforscher begann damit eine Zeitreise. Unterrichtet wurde in Walbeck schon lange, bevor der erste Eintrag in eine Schulchronik gemacht wurde. Bereits um 1500 wurden Walbecker Kinder von Schulmeister Arndt unterrichtet. Zwei Jahre dauerte die Reise von Dyckx durch Walbecker Geschichte und Geschichten. Der Heimatforscher hat daraus ein Werk von fast 300 Seiten erstellt, ein Buch, das nicht nur für Walbecker spannenden Lesestoff bietet. Nicht allein die Schulchroniken, die teilweise von der Sütterlinschrift übersetzt werden mussten, standen Pate bei der Auswertung. Auch in seinem eigenen großen Walbecker Archiv fand Walter Dyckx viele Informationen rund um die Schule. So sind, bis auf die Anfangszeit der Schule, alle Lehrer mit Lebensbiographie zu finden. Aber auch dunkle Geschichten erzählt die Chronik, wie die der Lehrerin Elise Dunker, die im Jahre 1883 in geistiger Verwirrung versuchte, sich in der Maas zu ertränken. Oder das Schicksal des in Walbeck unvergessenen und beliebten Lehrers Fritjof Kauter, der Anfang der 60er Jahre mit seinen Schülern das Luzia-Mosaik an der Schule anbrachte und später bei einem tragischen Unfall starb. So mancher Walbecker wird überrascht sein, in welchen Gebäuden im Dorf schon überall unterrichtet wurde. Von der Kaiserzeit, dem Ersten und Zweiten Weltkrieg bis heute lässt der Chronist die Schulgeschichte wieder lebendig werden. 

Aber nicht nur das Schulleben, auch was im und ums Dorf passierte, wurde in den Chroniken festgehalten. Der 1977 verstorbene Heimatdichter Jakob Schopmans schildert in seinen Lebenserinnerungen, wie es Anfang des 20. Jahrhunderts in der Walbecker Schule zuging. Ein Zitat: „In meiner Kindheit prügelten sie alle, die Eltern sowohl die Pastöre und Kapläne, die Lehrer und Lehrerinnen... .“ Und dann gibt es noch jede Menge Bilder. Viele Walbecker werden sich beim Blättern in der Chronik wiederfinden, sei es auf alten Klassenfotos oder in Berichten über Klassenfahrten aus den 50er Jahren. Auch findet man Schülerlisten der Jahre 1933 bis 1962, bis die Schule dann im Rahmen der Neuordnung von einer Volks- in eine Grundschule umgewandelt wurde. Der aktuelle Schulleiter Christian Pentzek konnte schon einen Blick in die Schulchronik werfen, er kommt dort nicht nur selber vor, sondern wird dort sicher noch einige ihm unbekannte historische Begebenheiten „seiner“ Schule finden.

Unterstützt wurde das Werk auch von der Stiftung "Wir bewahren Heimat", die die Volksbank an der Niers ins Leben gerufen hat. Der Autor selbst hat die Chronik zur Verfügung gestellt, die nun vom Förderverein den Walbecker Bürgern zu einem Preis von 24,90€ angeboten wird. Wer Interesse an diesem historischen Werk hat, kann diese ab sofort bei der Walbecker Volksbank oder zu den Geschäftszeiten an der Grundschule erwerben.

Neue Kinder

Mit Beginn des neuen Schuljahres begrüßen wir an unserer Schule 43 neue Schüler und Schülerinnen. In die Klasse 1a gehen 24 Kinder, sie wird von Frau Hoesch geleitet, in die Klasse 1b (offene Ganztagsklasse), die von Frau Janßen geführt wird, gehen 19 Kinder. Am Donnerstag, den 30.08., begann die Einschulungsfeier mit einem gemeinsamen Gottesdienst, an dem auch Eltern und Großeltern teilnahmen. Anschließend begrüßte der Schulleiter Herr Pentzek im Rahmen einen kleinen Feier in der Turnhalle die Schulneulinge. Nachdem die Kinder eine erste Stunde mit ihren Lehrerinnen im neuen Klassenraum verbracht hatten, ging für sie der erste aufregende Schultag an der Sankt Luzia Grundschule zu Ende. Wir wünschen ihnen einen tollen Start und eine schöne Schulzeit an unserer Schule.


Neue Lehrerin

Wir freuen uns im neuen Schuljahr eine neue Kollegin begrüßen zu dürfen. Nachdem Frau Waskönig und Frau Reinders-Schmitz von der Schulgemeinde in der in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurden, verstärkt seit dem 29.08. Frau Mareike Janßen unser Kollegium.  Sie ist für uns keine Unbekannte, denn sie absolvierte bereits ihren Vorbereitungsdienst an der Sankt Luzia Schule. Über einen Umweg an der GS in Straelen ist sie nun wieder bei uns angekommen und übernimmt die Ganztagsklasse 1b. Neben ihrer Klassenlehrertätigkeit wird sie mit ihren Fächern Religion und Musik wichtige Bereiche an unserer Schule abdecken. Wir wünschen Frau Mareike Janßen einen guten Start und eine erfolgreiche Zeit bei uns.


Neue Küche

Nach intensiver 3 jährigen Planung geht mit dem neuen Schuljahr ein lang ersehntes Projekt an den Start. IN den großen Ferien wurde die neue Schulküche fertiggestellt, in der ab sofort für die Kinder des offenen Ganztages das Mittagessen gekocht wird. Das neue „Küchenteam“ – bestehend aus Frau Stachnik, Frau Schopmans und Herrn Raulf – ist für die Beschaffung der Lebensmittel und die Zubereitung zuständig. 

Ebenso erklärten sich Frau Leenen und Frau Roosen bereit, das Küchenteam bei Ihrer Arbeit wöchentlich zu unterstützen. Die Kinder unserer Schule werden durch vielfältige Aktivitäten (Küchendienst, ernten aus dem Schulgarten, Eier unserer Hühner einsammeln, etc.  …) in die Abläufe mit einbezogen.

Freiwilliges Soziales Jahr

Außerdem nahmen mit dem Beginn des neuen Schuljahres Frau Scheffler und Frau Fritzsche Ihren Dienst an unserer Schule im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres auf. Auch ihnen wünschen wir eine schöne und erfolgreiche Zeit an der neuen Schule und freuen uns auf ihre Unterstützung und Ideen bei der täglichen Arbeit.

Verstärkung für den offenen Ganztag

Seit dem 01.01.2018 hat das Team des Offenen Ganztages an der Sankt Luzia Schule Verstärkung bekommen. Der Förderverein der Schule hat Frau Janna Derkx zur Unterstützung und Betreuung der Schüler im Offenen Ganztag eingestellt. Janna Derkx ist 26 Jahre alt, wohnt in Straelen und hat im Sommer 2017 den Studiengang "Soziale Arbeit" an der Fachhochschule Stenden in den Niederlanden erfolgreich abgeschlossen.

Neben der Betreuung der Kinder im Offenen Ganztag wird Janna Derkx während der Kindergartenzeit regelmäßig in den Kitas bei der Arbeit mit Kindern, deren Einschulung bevorsteht, unterstützen, um hier die Verzahnung von Grundschule zu den drei ortsansässigen Kindergärten noch zu intensivieren.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und wünschen Janna Derkx alles Gute und viel Freude bei der Arbeit an unserer Schule.

Karneval mit Clown Francesco

Am Altweiber Tag besuchte uns nunmehr zum 3. mal der Clown Francesco aus Köln. Mit seinem knapp einstündigen Programm begeisterte er nicht nur unsere Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Kolleginnen und Kollegen. Die bunten Darbietungen aus Jonglage, Einradfahren und beispielsweise Feuerspucken waren eine gelungene Einstimmung auf den Karnevalstag an unserer Schule. Auch durch die Einbeziehung einzelner Kinder in seine Bühnenvorstellung, wird dieser Tag sicherlich in Erinnerung bleiben. An dieser Stelle gilt unser besonderer Dank dem Förderverein unserer Schule, der die Honorarkosten übernommen hat und so dieses schöne Erlebnis erst ermöglich hat!