Das Gelände der St. Luzia-Grundschule Walbeck

1999 wurde unsere Schule von Grund auf umgestaltet. Der Barackentrakt, der in den siebziger Jahren eigentlich nur als Übergangslösung errichtet worden war, konnte endlich abgerissen werden und machte einem  zweigeschossigen Neubau mit sieben Klassen und Mehrzweckeinrichtungen Platz.

Um das neue Gebäude herum entstand  ein Bereich, in dem ein „grünes Klassenzimmer“ in Form einen Amphitheaters seinen Platz fand. Alter Baum- und Buschbestand konnte erhalten werden, sodass die Kinder das Wachsen von  Hasel- und  Walnüssen sowie von Kirschen beobachten  und sie  auch ernten können. Rechts neben dem Neubaueingang wurde nach unseren Wünschen eine Randrabatte als „Schmetterlingsgarten“ bepflanzt. Hier können im Sommer allerlei Insekten bestimmt werden. Sogar die Entwicklung des Marienkäfers lässt sich verfolgen. Auch Brennnesseln finden in diesem Teil des Schulgartens ihren Platz.



Nach dem Abriss des Hausmeisterhauses im Frühling 2001 kam ein geräumiger Bereich vor dem Neubau dazu. Hier bieten Spielgeräte unseren Kindern zahlreiche Möglichkeiten für Bewegungsspiele. Außerdem blieb genügend Platz zur Bepflanzung. Bunte Stauden und duftende Kräuter tragen dazu bei, das Schulgelände mit allen Sinnen zu erfahren.

 

 

Im Herbst 2001 entstand in einer großen Eltern-Kind-Aktion ein mehrgeschossiges Wildbienenhotel vor unserem Neubau. Mittlerweile ist es von den Feldwespen und Schwebfliegen so gut angenommen, dass sowohl „bezogene Wohnungen“ (zugemörtelte Löcher) als auch verlassene Nester (Mörtelreste in Löchern) zuhauf zu finden sind.

 

 


Eine weitere Aktion war der Bau der Steinmauer. Wir hatten vorausschauend beim Abriss des Hausmeisterhauses jede Menge Steine beiseite geschafft, die jetzt für die Mauer zur Verfügung standen. Zunächst wurden über eine Sammelaktion Finanzmittel für viele Spezialsteine beschafft, die Habitate für verschiedene Tiere darstellen. So konnten  ein Ameisenstein, eine Fledermaushöhle, eine Kleinsäugerwohnung, ein Hummelnest, ein Spinnenrahmen und ein Höhlenbrüterstein in die Mauer eingebaut werden. An einem Wildbienenstein mit herausnehmbarem Einsatz  kann das Heranwachsen von Wildbienenlarven beobachtet werden.

 

 

Im Frühjahr 2004 legten Eltern und Kinder eine kleine Teichanlage an. Drei Mörtelkübel umgeben von einem umzäunten Erdwall bieten den Kindern Beobachtungsmöglichkeiten für Wasserinsekten und Molche.
So entstand im Laufe der Jahre in der Zusammenarbeit von Eltern, Lehrern und Schülern ein naturnahes Schulgelände, das eine aktive und erholsame Pause ermöglicht und dank engagierter Betreuung und Pflege das Lernen mit allen Sinnen unterstützt. Es bietet viele Möglichkeiten den Unterricht anschaulich zu gestalten.